Einrichtungsstile: Kolonialstil

Aufgrund der Assoziationen mit der Kolonialzeit, wie zum Beispiel, Unterdrückung, Missionierung, Ausbeutung und Unterdrückung, ist der Kolonialstil bei vielen Interior Designern eher verpönt. Trotzdem erfreut er sich einer großen Beliebtheit weil er ein sehr breites Erscheinungsbild hat. Ich habe mal irgendwo den Begriff ‘Globetrotterstil’ dafür gehört und ziehe ihn vor. Vielleicht ist das auch nur eine modernere Interpretation des Kolonialstil.

Ursprung des Kolonialstil

Der Kolonialstil leitet sich, wie der Name schon vermuten lässt, aus den ehemaligen europäischen  Kolonien ab. Es handelt sich hierbei um einen sehr dehnbaren Begriff, da die europäischen Staaten Kolonien auf nahezu allen Kontinenten besassen. Damals brachten die Kolonialisten ihre eigene Architektur und Wohnbedürfnisse mit in die Kolonien und vermischten sie mit den einheimischen Stilen und Materialien. Durch diese Vielfalt an Einflüssen entstanden viele unterschiedliche Stile, die jedoch verbindende Elemente haben.

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Aussehen des Kolonialstil

Traditionelles europäisches Design paart sich mit Einflüssen aus den ehemaligen Kolonien.
Möbel im Kolonialstil sind meistens aus dunklem Holz mit Verzierungen. Typische Hölzer die hierfür genutzt werden sind Sheesham, Teak, Nussbaum, Mahagoni, Palisander und Akazie. Dazu gesellen sich gerne schwere Ledermöbel. Idealerweise haben die Räume hohe Decken und die schwer wirkenden Tafeln und Sitzmöglichkeiten werden als Akzente gesetzt. Um diesen Effekt etwas abzumildern werden die Wände in Weiß gehalten und Dekoration sparsam gehalten. Weiße, bodenlange Vorhänge aus Leinen können den Stil unterstützen.
Alte, große Landkarten, nautische Geräte, Globen und Truhen mit Eisenbeschlägen gehören genauso zu den Dekoelemten wie schwere Kerzenständer, Messinggegenstände und Kristal. Dadurch entsteht eine koloniale Opulenz.
Anderer beliebte Stilmittel im Kolonialstil sind authentische Textilien mit farbenfrohen Wänden und Stoffen zu paaren. Schalen aus Bananenstauden, exotische Pflanzen wie Jasmin und Palmen, Flechtmöbel und asiatische Blütenmotive machen es möglich diesen Stil farbenfroher und leichter umzusetzen.
Im Schlafzimmer sollte man keinesfalls das Himmelbett vergessen. Immerhin rettet einen das Moskitonetz vor den Stichen der unerwünschten Gäste, die in den Kolonien in größerer Zahl anzutreffen waren.
Souvenirs aus dem Urlaub lassen sich besonders einfach in diesen Stil integrieren und die Vielseitigkeit macht den Kolonialstil so beliebt. Man kann hier sehr flexibel wählen in welche Richtung der Kolonialstil gehen soll.

Impressionen

Kolonialstil

Tafeln aus dunklem Holz mit Kristallgläsern sind typisch für den Kolonialstil (Foto: pixabay)

Kolonialstil_Bambus

Tische können aber auch aus Bambus oder Flechtwerk sein (Foto: NipananLifestyle via pexels)

Kolonialstil_Raum

Der ideale Raum für den Kolonialstil: hoch und hell (Foto: pixabay)

Kolonialstil_Pflanze

Exotische Pflanzen wie diese Monstera, holen die koloniale Natur ins Haus (Foto: Designecologist via pexels)

Kolonialstil_Sessel_Farben

Schwere Ledersessel runden den Stil ab und lassen sich ebenso zu weißen Wänden als auch bunten Farben kombinieren (Foto: Paolo Nicolello via unsplash)

Kolonialstil_Kissen

‘Exotische’ Motive und Farben stehen auch für den Kolonialstil (Foto: Desingecologist via pexels)

Kolonialstil_Deko

Opulente Kerzenhalter wie im Hintergrund und einzelne hochwertige Dekostücke gehören zum Kolonialstil (Foto: pixabay)

Kolonialstil

Der Dekoklassiker: ein Globus (Foto: Ricky Gálvez via pexels)

 

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Marina Ochwald Administrator
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Hi, mein Name ist Marina. Ich bin Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle und blogge hier auch regelmäßig. 

Wenn man mich nicht an der Arbeit findet, dann bin ich meistens in der Nähe eines Hundes anzutreffen. Wir haben selber zwei Fellnasen, Billy und Danny, aber auch sonst bin ich verrückt nach Hunden. Wenn die beiden also mal nicht mit uns unterwegs sind, zieht es mich immer magisch zu allen anderen Hunden hin. Ansonsten verbringe ich noch viel Zeit mit der Nase in Büchern. Ich lese für mein Leben gerne. Fast alles. Außer Bedienungsanleitungen und Historienromane. Die Anleitungen nicht weil sie meistens schlecht übersetzt sind und Historienromane nicht weil ich glaube, dass sie erfunden wurden um mich zu quälen. 

Falls ihr noch Fragen zu meiner Person habt, dürft ihr mir gerne eine Mail schreiben. Ich schreibe auch zurück. 

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