Einrichtungsstile: Minimalismus

Der Minimalismus beginnt oft nicht als eine Form der Einrichtung sondern mit einer grundlegenden Lebensphilosophie. Menschen, die sich für diesen Stil entscheiden sehen Konsum und Kommerzialisierung oft kritisch und entscheiden sich bewusst dazu auszumisten.

Ursprung des Minimalismus

In der ostasiatischen Kultur ist die Konzentration auf die wesentlichen Dinge des Lebens schon lange ein wichtiger Bestandteil. In den 80er und 90er Jahren fand diese Philosophie, und mit ihr der Einrichtungsstil des Minimalismus, Einzug in die westliche Welt. Es wurde rigoros ausgemistet, verschenkt und gespendet. Für viele galt oder gilt die Maxime: Was man ein Jahr nicht angepackt hat, das braucht man nicht – und ein aufgeräumtes Zuhause bewirkt einen aufgeräumten Geist.

Schon im 19. Jahrhundert entstand der Funktionalismus, der um 1900 von den Architekten Louis Sullivan mit der Wendung ‘form follows function’ auf den Punkt gebracht wurde. Im 20, Jahrhundert wurde dies von Möbeldesignern aufgegriffen und in, nicht nur bei Minimalisten, beliebten Designklassikern der 60er und 70er Jahre umgesetzt.
Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Bauhaus-Designer dann der Meinung, dass eine industrielle Herstellung der Möbel erstrebenswert sei. Ornamente und Spielereien verloren ihre Bedeutung in der Massenproduktion und dem Streben nach robusten Möbeln und Alltagsgegenständen. Die Herausforderung bestand darin, die Ästhetik eines Gegenstands durch seine Gestalt und seine Form auszudrücken, welche ohne Ausnahme durch die Funktion gegeben wird. Und ihn dabei nicht langweilig und nichtssagend wirken zu lassen.
Diese beiden Einflüsse, haben dem Minimalismus maßgeblich sein Gesicht gegeben.

Aussehen des Minimalismus

Im Minimalismus herrscht das ‘weniger ist mehr’ Prinzip. Dafür wird aber oft umso mehr wert auf die Qualität der einzelnen Stücke gelegt. Die Farbe Weiß spielt nicht nur an den Wänden sondern auch bei den Möbeln eine übergestellte Rolle. Im Gegensatz zu anderen Stilen finden sich hier aber keine weißen Holzmöbel wieder sondern es herrschen Kunststoff, Glas oder Metall vor. Wahlweise kommen aber auch die Farben Grau und Schwarz vor. Auch Böden bleiben ungemustert um nicht abzulenken.

Die wenigen Dekoartikel, die vorhanden sind, sind oft Designerstücke und falls Akzente gesetzt werden, dann nur durch EIN Stück in EINER Farbe. Die Formen sind immer streng, geometrisch und mit klaren Kanten.
Regale werden Schränken vorgezogen aber auch nur mit wenigen Gegenständen befüllt. Vorhandene Schränke oder Einbauschränke werden im Minimalismus als Stauraum genutzt. Bilder werden großformatig gewählt. Insgesamt ist die Einrichtung platzsparend und auf Funktionalität ausgelegt.
Wichtig ist es im Minimalismus auch, dass die Räume stets aufgeräumt und sauber sind, da sonst der Stil nicht seine volle Wirkung entfalten kann.

Impressionen

Minimalismus_Wohnzimmer

Grau, Weiß und Schwarz dominieren, das Bild ist großflächig, eine Akzentfarbe, kein Holz – ein gelungenes Beispiel für Minimalismus. (Foto: pixabay via pexels)

Minimalismus_Wohn_Essbereich

Weiß dominiert alle sichtbaren Räume, die vermeintlich aus Holz bestehende Essgruppe ist auch sehr hell gehalten, die Bilder sind groß und es gibt keine weiteren Dekoelemente. (Foto: Carlos Diaz via pexels)

Minimalismus_Stauraum

Geschlossener Stauraum in weiß mit Metallgriffen. Die Schale zieht mit ihrem Farbverlauf die Blicke auf sich und bildet den Akzent des Raumes. (Foto: Vecislavas Popa via peles)

Minimalismus_Arbeitsplatz

Klare Kanten definieren diesen minimalistisch eingerichteten Arbeitsplatz. Wie immer herrscht Weiß vor, aufgelockert von Dekoration in Kupfer und einem, relativ zum Arbeitsplatz gesehen, großen Bild mit geometrischen Formen. (Foto: Pixabay via pexels)

Minimalismus_Regal

Untypisch ist hier die Farbgebung der Wand und der Dekoration aber das Regal und die Anzahl der Stücke zeigen einen Hang zum Minimalismus. (Foto: Sarah Jane via pexels)

Minimalismus

In diesem weiß gehaltenen Atrium bilden die Stühle den farbigen Akzent. (Foto: Rifqi Ramadhan via pexels)

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Marina Ochwald Administrator
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Hi, mein Name ist Marina. Ich bin Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle und blogge hier auch regelmäßig. 

Wenn man mich nicht an der Arbeit findet, dann bin ich meistens in der Nähe eines Hundes anzutreffen. Wir haben selber zwei Fellnasen, Billy und Danny, aber auch sonst bin ich verrückt nach Hunden. Wenn die beiden also mal nicht mit uns unterwegs sind, zieht es mich immer magisch zu allen anderen Hunden hin. Ansonsten verbringe ich noch viel Zeit mit der Nase in Büchern. Ich lese für mein Leben gerne. Fast alles. Außer Bedienungsanleitungen und Historienromane. Die Anleitungen nicht weil sie meistens schlecht übersetzt sind und Historienromane nicht weil ich glaube, dass sie erfunden wurden um mich zu quälen. 

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