Meine Schwangerschaft und unsere Hunde

Während ich so überlege über was für interessante Themen ich hier als nächstes schreiben kann, fällt mir ein, was ich in letzter Zeit sehr oft gefragt werde.
„Wie reagieren eigentlich eure Hunde auf die Schwangerschaft?“
Da diese Frage in unserem Familien- und Freundeskreis wirklich oft vorkommt, dachte ich, teile ich auch mal mit dir meine bisherigen Erfahrungen zum Thema Schwangerschaft und unsere Hunde.

Bisher haben unsere beiden Jungs die Schwangerschaft ganz toll gemeistert. Ja, auch sie haben ihren Teil gemeistert. Es ist ja gerade eine Zeit, die nicht nur für uns Zweibeiner voller Veränderungen steckt sondern auch für unsere Fellbabies.

Veränderungen über Veränderungen

Angefangen hat es damit, dass schon kurz nach dem positiven Test beide Jungs wesentlich rücksichtsvoller wurden. Wenn Billy sich zum kuscheln auf meinen Schoss gelegt hat, ist er nicht mehr wie von der Tarantel gestochen aufgesprungen, wenn er ein Geräusch im Garten gehört hat, sondern ist langsam und vorsichtig runter gegangen und dann erst wie von der Tarantel gestochen los gerannt. Und auch Danny läuft nicht mehr ohne Rücksicht auf Verluste über mich rüber wenn ich ‚im Weg‘ liege sondern sucht Umwege.

Den Fakt, dass ich ein paar Termine mehr im Kalender habe, bemerken die beiden wohl eher nicht. Sie sind es gewohnt, dass sie stundenweise alleine bleiben und scheinbar machen die paar Arzttermine keinen großen Unterschied für sie.

Unterwegs ist der Kofferraum kein Thema (Foto: Mr & Mrs Lifestyle)

Schon zu Beginn meiner Schwangerschaft sind wir das Thema Tragen angegangen. Danny hat ja beschlossen, dass er mit seinem Einzug bei uns ein Full-Service-Paket gebucht hat, das beinhaltet, dass er Zuhause in den Kofferraum getragen wird. Seltsamerweise findet das nach dem Gassigang fast nie Anwendung – aber Zuhause war das bisher ein absolutes Muss. Da es nur eine Frage der Zeit war, wann das nicht mehr gehen würde, haben wir ihn schon ziemlich früh bestochen. Und das hat er auch ganz gut mit sich machen lassen. Wenn er alleine in den Kofferraum springt, gibt es jetzt zwei Stücke Käse. Drei, wenn er vorher keine Show abzieht sondern direkt rein springt. Letzteres hat aber durchaus über 10 Wochen gedauert bis er seinen Dickkopf überwinden konnte.

Unser täglicher Gassigang ist gleichzeitig Qualitytime für die Jungs und mich (Foto: Mr & Mrs Lifestyle)

Was auch relativ früh in der Schwangerschaft ein Thema für Billy und Danny wurde, und somit auch für mich, war, dass die beiden vor allem bei Spaziergängen ohne den Mr der Meinung waren verstärkt auf mich aufpassen zu müssen. Was früher nur für einen schief gelegten Kopf und einen skeptischen Blick gesorgt hat, wird heute als potenzielle Gefahr eingestuft und erst einmal verbellt. Das hat sich durch genaue Überwachung meinerseits mittlerweile gebessert aber allzu aufdringliche Hunde werden immer noch relativ schnell verscheucht. Und mit aufdringlich meine ich jetzt nicht welche, die ein paar Streicheleinheiten abholen wollen, sondern den Schrecken aller Spaziergänger, der zig Meter vor seinem Menschen läuft und einen penetrant versucht anzuspringen.Es gibt Tage an denen sie auch Zuhause auf Schritt und Tritt an meiner Seite sind. Diese Tage gab es vorher auch, sie sind aber jetzt etwas häufiger geworden. Jedoch nicht so häufig, dass sich aktuell ein Handlungsbedarf daraus ergeben würde.

Zum Glück könne die Jungs diesem Hobby auch außerhalb des Bettes nachgehen: schlafen (Foto: Mr & Mrs Lifestyle)

Der nächste Punkt, der in der langen Liste der Veränderungen auftauchte, war mein veränderter Schlafrhythmus. Sie sind es gewohnt, dass ich spät einschlafe und dementsprechend auch später in den Tag starte, wenn es die Planung zu lässt. Jetzt kommt es aber häufig vor, dass ich ab fünf Uhr früh wach bin und nicht mehr einschlafen kann weil unser Sohn eine private Party in meinem Bauch feiert. Und so stehe ich dann 30-40 Minuten später auf, wenn ich merke, dass ich wirklich nicht mehr in den Schlaf zurück finde und auch nicht mehr still liegen kann. Bisher war der Mr ja im Home Office und ich habe die drei einfach schlafen gelassen und im Wohnzimmer die morgendliche Stille genossen. Das war für die Jungs vollkommen ok. Wie es demnächst abläuft, wenn der Mr auch früher aufsteht weil er den Arbeitsweg einplanen muss, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich werde ich sie dann mit ins Wohnzimmer nehmen und sie werden noch eine Runde auf der Couch schlafen.

Eine weitere Veränderung ist das Babyzimmer. Der Raum in dem bisher ein Sportrad stand damit der Mr bei Regen und Kälte zuhause trainieren kann, ist jetzt schon neu gestrichen und mit den wichtigsten Möbeln ausgestattet. Das wurde bisher zur Kenntnis genommen aber da wir im normalen Tagesablauf nicht mehr Zeit in dem Raum verbringen als sonst, wird er auch kaum mehr beachtet. Bis auf Dannys Rundgang auf dem abendlichen Weg ins Schlafzimmer. Da macht er fast jeden Abend einen Abstecher in den ‚neuen‘ Raum und überprüft, ob sich etwas geändert hat.
Andere neue Anschaffungen wie Stuben-, Kinderwagen und Babywippe haben wir bisher immer direkt aufgebaut und den Jungs so die Möglichkeit gegeben sich daran zu gewöhnen. Beim ersten Erkunden waren wir an ihrer Seite und seitdem stehen die Sachen hier rum und man kann wunderbar beobachten, wie sie immer mal wieder einen Abstecher dahin machen um sie zu untersuchen.

Mittlerweile ein regelmäßiger Anblick auf dem Gassigang: wir machen eine Pause (Foto: Mr & Mrs Lifestyle)

Zuletzt noch ein großer Punkt, der sich in unser aller Leben verändert hat und noch weiter verändert. Meine Belastbarkeit. Die Runde für die wir sonst 45 Minuten gebraucht haben, dauert jetzt fast eine Stunde. Je nach Tagesform lege ich auch schon mal hier und da eine kleine Pause ein. Billy findet das toll. Es gibt ihm die Gelegenheit in Ruhe zu schnüffeln ohne ermahnt zu werden zum restlichen Rudel aufzuschließen. Danny schnüffelt dann auch etwas in der Gegend herum aber die meiste Zeit verbringt er an meiner Seite und schaut mich an. Man merkt ihm sehr an, dass er das nicht ganz versteht. Es ist aber um so schöner zu sehen, dass er trotz allem Verständnis dafür zeigt. Er wird nicht ungeduldig sondern wartet ganz geduldig bis ich weiter kann. Dass Verstehen und Verständnis nicht unbedingt zusammenhängen müssen, habe ich erst so wirklich durch ihn in dieser Zeit verstanden.

Schwangerschaft und unsere Hunde: läuft!

Wie man sieht, hat meine Schwangerschaft schon im sechsten Monat viele Konsequenzen, die sich auch auf unsere Jungs auswirken und wir sind sehr stolz auf die beiden, dass sie so toll mitarbeiten und das alles meistern. Natürlich sind wir auch schon sehr gespannt wie sich alles in Zukunft entwickeln wird und werden dich darüber bestimmt noch mal informieren.

 

Beitragsbild: Anna Brandl von @dalmatiner_maddox

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Marina Ochwald Administrator
Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle

Hi, mein Name ist Marina. Ich bin Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle und blogge hier auch regelmäßig. 

Wenn man mich nicht an der Arbeit findet, dann bin ich meistens in der Nähe eines Hundes anzutreffen. Wir haben selber zwei Fellnasen, Billy und Danny, aber auch sonst bin ich verrückt nach Hunden. Wenn die beiden also mal nicht mit uns unterwegs sind, zieht es mich immer magisch zu allen anderen Hunden hin. Ansonsten verbringe ich noch viel Zeit mit der Nase in Büchern. Ich lese für mein Leben gerne. Fast alles. Außer Bedienungsanleitungen und Historienromane. Die Anleitungen nicht weil sie meistens schlecht übersetzt sind und Historienromane nicht weil ich glaube, dass sie erfunden wurden um mich zu quälen. 

Falls ihr noch Fragen zu meiner Person habt, dürft ihr mir gerne eine Mail schreiben. Ich schreibe auch zurück. 

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