Slowenien 2019 – unser Reisebericht

Magazin

Bei Instagram haben wir dich ein bisschen mitgenommen auf unsere Reise nach Slowenien aber wir wollen es uns nicht nehmen lassen, auch in unserem Magazin noch einmal zusammen zu fassen, wie unser Urlaub war.

Warum Slowenien?

Ausblick_Slowenien

Ausblick auf Koper und Izola

Das ist eine gute und berechtigte Frage. Slowenien ist nicht unbedingt ein klassisches Reiseziel. Vor allem nicht wenn man im Ruhrgebiet lebt. 2018 hat Stephan vorgeschlagen, dass er unseren Urlaub gerne mit einer Halbdistanz beim Ironman koppeln würde. Der Deal war, dass ich mir aus der Liste der Veranstaltungsorte ein Ziel auswählen dürfe. Erst habe ich alle Orte raus geworfen, die zu weit entfernt waren (unter dem Gesichtspunkt der Anreise mit Auto wegen der Hunde); dann die, die zu städtisch waren und als letztes die, die an Orten waren deren Umgebung, die wir schon kennen. So habe ich es auf Norwegen oder Slowenien eingegrenzt. Die letzte Wahl wollte ich Stephan lassen. Immerhin sollte er sich ja die Seele aus dem Leib sporteln. Er entschied sich für Slowenien.

Erzähl mal was über Slowenien

Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich quasi nichts über Slowenien. Aber das ist ja nicht schlimm, denn schon Goethe wusste, reisen bildet. Also führte uns unser erster Weg zur Buchhandlung unseres Vertrauens. Die Auswahl über Reiseführer für Slowenien war überschaubar und nachdem wir ein bisschen in den verschiedenen Exemplaren gestöbert haben, haben wir das mitgenommen, das uns am meisten angesprochen hat. Slowenien hat eine Fläche von 20.675 Quadratkilometer und etwas über 2 Millionen Einwohner. Es hat 40 Kilometer Küste und beherbergt von Bären und Muflons über Wölfe und Gemse bis hin zu Skorpionen und Taranteln alle möglichen Tiere, die man zumindest rund um unser heimisches Ruhrgebiet eher nicht sieht. Die exotischsten Tiere, die wir gesehen haben, waren Eidechsen und Gottesanbeterinnen. Also nichts wirklich aufregendes.
Aufgrund der mediterranen Lage der Küstenregion hatten wir Mitte/Ende September immer noch zwischen 23 und 28 warme und angenehme Grad, dank derer wir noch mal richtig Sonne tanken konnten.

Mr_und_Mrs_Lifestyle_tanken_Sonne_in_Slowenien

Wir tanken Sonne in Piran

Wie war euer Urlaub?

Ursprünglich wollten wir nachts starten um rechtzeitig in unserem Airbnb anzukommen. Da Danny aber mit dem Magen zu kämpfen hatte und wir vorher noch einen Abstecher zum Tierarzt machen wollten, passte das mit unseren 12 Stunden reine Fahrzeit leider nicht mehr. Deswegen haben wir uns spontan entschlossen eine Hotelübernachtung in Österreich einzuschieben. Wir haben uns auch schnell für eins entschieden und ich habe telefonisch unsere Anreise angekündigt. Wenn man mit zwei Hunden reist, ist es immer ratsam kurz zu erfragen, ob man willkommen ist. Das waren wir, eine Reservierung sei nicht nötig, teilte man uns mit. Stephan hat das Navi angeschmissen und nach zehn Stunden Fahrt und ein paar Pausen, waren wir da. Dachten wir. Unsere Ankündigung war nämlich verschwunden. Nachdem uns die Küche noch ein schnelles Abendessen gezaubert hatte, wir waren nämlich für örtliche Verhältnisse sehr spät dran, stellte sich auch heraus warum unsere Ankündigung verloren gegangen war. Wir waren im falschen Hotel. Der Name war fast der selbe und sie lagen auch nur wenige Kilometer auseinander. Willkommen waren wir und die Fellnasen trotzdem, deswegen sind wir geblieben. Das Hotel war wirklich sehr schön und das Personal war unglaublich freundlich.
Am folgenden Tag brauchten wir nur noch zwei Stunden um unsere Unterkunft in Slowenien zu erreichen. Auch dort wurden wir herzlich von unserem Gastgeber empfangen. Unsere Ferienwohnung war wirklich sehr schön und dort wartete Olivenöl aus eigenem Anbau und eigener Produktion auf uns. Die kommenden Tage war unser Zuhause eine mediterrane Wohnung mit weiß getünchten Wänden, blauen Details und einen fantastischen Ausblick mitten in einem Olivenhain. Und ja, es war so traumhaft wie es klingt.
Was wir schon bei der Anreise herausgefunden haben, ist, dass Slowenien sehr hügelig ist. Um es mal freundlich auszudrücken. Bert, unser Auto, hatte an einer Ampel mit durchdrehenden Reifen zu kämpfen um uns und unser Gepäck wieder in Bewegung zu bekommen. Da unsere Unterkunft ein wenig ausserhalb der Stadt Koper lag, bedeutete das aber auch einen traumhaften Ausblick, wann immer wir ‚nach Hause‘ fuhren. Unser zweiter Weg führte uns dann erst Mal ans Meer. Um genau zu sein in eine der Nachbarstädte, Piran. Aus unserem Reiseführer war uns schon bekannt, dass ein naturbelassener Strand in Slowenien immer Kiesstrand bedeutet. Dass es auch eine nicht naturbelassene Variante gibt, die eher eine Hafenmauer erinnert, wurde dort nicht erwähnt. Das sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus aber dank der Einstiege erfüllte es seinen Zweck. Wir genossen dort aber nur die Sonne und den Blick aufs Meer.

Ein naturbelassener Kiesstrand

Die kommenden Tage waren eine Abwechslung aus Stephans Rennvorbereitungen und Familienurlaub. An unserem dritten Tag in Slowenien wollte Stephan sich für sein Rennen ans Meer gewöhnen und bei der Gelegenheit wollte ich auch direkt mal im Wasser planschen und die Jungs mitnehmen. Danny kennt das Meer ausschließlich aus unseren Dänemarkurlauben, die immer im Winter stattfinden und in denen es niemanden freiwillig ins Wasser zieht. Und Billys letzter Aufenthalt am Meer bei warmen Temperaturen war dementsprechend auch etwas länger her und wir waren sehr auf ihre Reaktionen gespannt. Also haben wir beschlossen einen Hundestrand in Izola zu besuchen. Er wurde als kleiner aber feiner, umzäunter Hundestrand beschrieben. Die Wirklichkeit war weit davon entfernt. Er war winzig, hatte eine riesige Mauer mit Fabrikgebäude an der Rückseite und die Tore und Gitter an den Seiten rosteten munter vor sich hin. Fortan war dieser Ort bei uns als Hundeknaststrand bekannt. Ich habe es natürlich geschafft mir dort meine Badeflipflops zu ruinieren. Nach kurzer Recherche haben wir herausgefunden, dass 15 Fahrminuten entfernt in Strunjan, der normale Strand auch für Hunde zugänglich ist. Das Parken auf dem Parkplätzen des angrenzenden Hotels ist kostenpflichtig aber im Urlaub gönnt man sich ja gerne was. Der Weg, den uns der nette Mensch an der Rezeption beschrieben hat, war etwas abenteuerlich. In Strandoutfit und Stadtflipflops schlitterten wir also einen Trampelpfad Richtung Strand hinab. Am naturbelassenen Kiesstrand, wobei der Großteil der Steine eher an Geröll erinnerte, kraxelten wir den halbmondförmige Bucht entlang bis wir endlich im Sonnenschein ankamen. Mittlerweile war ich so oft in den Flipflops abgerutscht, dass mir ein Band gerissen war und ich behelfsmäßig von zwei verschiedene Schuhe trug weil von jedem Paar der andere Schuh kaputt war. Um den Tag perfekt zu machen, wollten die Hunde nicht ins Wasser, Stephan hat sich den Fuß gezerrt und wir haben herausgefunden, dass eine asphaltierte Straße direkt an den Strand mündet – mit einem Parkplatz.
Die restlichen Tage haben wir das Meer aus der Ferne bewundert, außer Stephan während des Triathlons, und uns dem Wandern gewidmet.

Wandern_Slowenien

Wandern in Slowenien

Und das war einfach traumhaft. Wir waren in Slowenien und im angrenzenden Italien unterwegs. Landschaftlich waren beide gleich schön. Man sollte eine gewisse Grundkondition mitbringen, da es wie bereits erwähnt, in der Region Istrien sehr hügelig ist. Im Schnitt hatten unsere Wanderungen ca. 250-300 Höhenmeter. Für uns Flachlandspaziergänger ist das schon eine ganz schöne Hausnummer. Aber es war toll. Wir wurden auf jeder Wanderung durch einen fantastischen Ausblick belohnt. Burgen, Höhlen, Gebirgsbäche, Kirchen und unglaublich viele Schmetterlinge haben uns unsere Wanderungen zusätzlich versüßt. Es war einfach toll. Auch unsere beiden Jungs hatten viel Spaß dabei die Berge zu erklimmen. Nach den mehrstündigen Touren mit ungewohnten Höhen und Kopfarbeit, weil sie aufpassen mussten wo sie hintreten konnten, waren die beiden immer ganz müde. Und haben ganz viel geträumt.
Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, hätten wir auf jeden Fall eine Höhlenführung in Sežana mitgemacht und das berühmte  Lippizaner Gestüt in Lipica besichtigt. So führten uns unsere Wanderstrecken nur an diesen Orten vorbei und haben mit dafür gesorgt, dass wir beschlossen haben, dass das nicht unser letzter Urlaub in Slowenien war.
Erstaunt hat uns auch, dass wir überall volles Handynetz und Internet hatten. Egal ob auf dem Berg oder im Tal – schlechter als 3G war es nie. Deswegen konnten wir euch auch immer zeitgleich auf Instagram mitnehmen. Dort findet ihr übrigens auch die schönsten Bilder und Filmchen noch immer in unseren Highlights unter dem Punkt ‚Reisen‘.

Was ist dein Fazit zu Slowenien?

Wenn jemand nach einem Ort für einen reinen Strandurlaub sucht, würden wir ihm Slowenien nicht unbedingt ans Herz legen. Wer aber, wie wir, gerne in der Natur unterwegs ist, der ist in Slowenien genau richtig. Das Land ist sehr vielfältig, die Natur wirkt größtenteils unberührt und die Wanderwege sind sehr gut ausgeschildert. Das ist teilweise auch sehr notwendig weil die Wege so klein werden, dass man sich fragt, ob man eigentlich noch richtig ist. Italien und Kroatien sind nicht weit entfernt und können auch relativ schnell besucht werden. Die Menschen, die wir getroffen haben, waren sehr freundlich und hilfsbereit, die Supermärkte waren die selben wie bei uns und viele Produkte waren auf deutsch beschriftet. Wir können ein Wanderurlaub mit Hund(en) sehr empfehlen. Für uns persönlich haben wir herausgefunden, dass wir die zeitliche Aufteilung zwischen Stephans Wettkampf und reinem Urlaub in Zukunft anders  gestalten würden. Und das wir bestimmt noch mal nur zum wandern wieder kommen werden. Slowenien hat unser Herz nicht im Sturm erobert aber wir verstehen definitiv warum es immer wieder auf Listen mit den schönsten Ländern der Welt auftaucht.

Mediterrane Architektur in der Region Istrien, Slowenien

Billy und Danny stärken sich an einem Gebirgsbach

Unser Snack auf der Terrasse – aus hauseigenem Anbau

Und so sieht der Olivenhain unseres Gastgebers aus

Der Ausblick aus unserer Küche war spektakulär

Wenn die Natur so aussieht ist Bildbearbeitung nicht notwendig

 

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Marina Ochwald Administrator
Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle

Hi, mein Name ist Marina. Ich bin Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle und blogge hier auch regelmäßig. 

Wenn man mich nicht an der Arbeit findet, dann bin ich meistens in der Nähe eines Hundes anzutreffen. Wir haben selber zwei Fellnasen, Billy und Danny, aber auch sonst bin ich verrückt nach Hunden. Wenn die beiden also mal nicht mit uns unterwegs sind, zieht es mich immer magisch zu allen anderen Hunden hin. Ansonsten verbringe ich noch viel Zeit mit der Nase in Büchern. Ich lese für mein Leben gerne. Fast alles. Außer Bedienungsanleitungen und Historienromane. Die Anleitungen nicht weil sie meistens schlecht übersetzt sind und Historienromane nicht weil ich glaube, dass sie erfunden wurden um mich zu quälen. 

Falls ihr noch Fragen zu meiner Person habt, dürft ihr mir gerne eine Mail schreiben. Ich schreibe auch zurück. 

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[…] einige Tage Urlaub gemacht, waren viel Wandern und haben es uns gut gehen lassen, aber sieh selbst Slovenien 2019 unser Urlaub. Hier gibt es einige […]

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