Stahl und Einrichtung

Heute finden wir in fast jedem Haushalt Einrichtung und Deko aus Stahl und obwohl es sich hierbei um einen relativ alten Werkstoff handelt, ist Stahl noch nicht lange in unserem Zuhause angekommen.

Ursprünglich diente Stahl im 1. Jahrhundert vor Christus bereits der Herstellung von Waffen, bevor dann auch die ersten landwirtschaftlichen Geräte daraus hergestellt wurden. Der Weg zu den Möbeln und Dekoobjekten, wie wir sie kennen, sollte sich dann tatsächlich noch bis in die 1920er Jahre ziehen. Vorher bestand das typische Zuhause hauptsächlich aus Holz und Keramik.

Wie Stahl einzog

Freischwinger
Foto: Mr & Mrs Lifestyle

Heute denken wir bei Stahl als erstes an den Industrial Style der 1940er Jahre. Das war jedenfalls mein erster Gedanke als ich mit Anna darüber geredet habe, dass ich gerne einen Blogartikel für sie schreiben würde.
Tatsächlich geht die erste Nutzung von Stahl, wie wir sie heute so sehr mögen, auf die Bauhaus Schule von 1919 und den daraus resultierenden Bauhaus Stilrichtungen zurück. Damals galt Architektur und Einrichtung mit Glas, Beton und Stahl als revolutionär. Der Freischwinger, eines der bekanntesten Designs für Stühle, stammt aus dieser Zeit.
Das durch den Bauhaus inspirierte Art déco wurde um 1925 für den Gebrauch von modernen und zeitgemäßen Werkstoffen wie Kunststoff, Chrom, Aluminium und eben wieder Stahl gelobt.

Industrial_Umkleideraum

Stahlschränke im Industrial Design
Foto: Jan Laugesen via Unslash

Auch wenn wenn sich Industrial und Bauhaus/Art déco vom Aussehen her sehr deutlich voneinander unterscheiden, so haben sie doch auch einige Gemeinsamkeiten. Sie neigen zur funktionellen Möbeln. Oft sind diese aus Stahl hergestellt. Während er in Bauhaus/Art déco mit Polstern und Kunststoff kombiniert wird, setzt der Industrial Style auf Holz und Leder als Partner. Dadurch wird die Kälte und Strenge, zu der er als Möbelstück neigt, ausgeglichen.

Wer einen Hang zu klaren Formen, nüchterner Einrichtung und Stahl hat, der sollte sich auch den Minimalismus genauer ansehen. Dort werden Naturmaterialien gemieden und einzelne, klare Designelemente aus eben diesem Werkstoff treten in den Vordergrund.

Das Beste zum Schluss: Stahl sieht nicht nur toll aus, es ist auch  sehr strapazierbar, langlebig, recyclebar. Selbst weggeworfen und korrodiert ist er weder für Mensch noch für Natur giftig. Ein vielseitiges Material über das sich die meisten von uns bisher nur wenige Gedanken gemacht haben.

 

Beitragsbild: Auch Obstschalen aus Stahl waren früher undenkbar
Foto: Jana Niggeloh via unsplash

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Marina Ochwald Administrator
Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle

Hi, mein Name ist Marina. Ich bin Gründerin von Mr & Mrs Lifestyle und blogge hier auch regelmäßig. 

Wenn man mich nicht an der Arbeit findet, dann bin ich meistens in der Nähe eines Hundes anzutreffen. Wir haben selber zwei Fellnasen, Billy und Danny, aber auch sonst bin ich verrückt nach Hunden. Wenn die beiden also mal nicht mit uns unterwegs sind, zieht es mich immer magisch zu allen anderen Hunden hin. Ansonsten verbringe ich noch viel Zeit mit der Nase in Büchern. Ich lese für mein Leben gerne. Fast alles. Außer Bedienungsanleitungen und Historienromane. Die Anleitungen nicht weil sie meistens schlecht übersetzt sind und Historienromane nicht weil ich glaube, dass sie erfunden wurden um mich zu quälen. 

Falls ihr noch Fragen zu meiner Person habt, dürft ihr mir gerne eine Mail schreiben. Ich schreibe auch zurück. 

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